Wechselwirkungen zwischen Diabetes und Parodontitis

Die Parodontitis ist eine entzündliche Erkrankung des Zahnfleisches. In den letzten Jahren kam es immer wieder zu Studien, die den Zusammenhang zwischen Parodontitis und Allgemeinerkrankungen untersucht haben. Das Ergebnis: verschiedene individuelle Risikofaktoren, zu denen auch systemische Krankheiten wie Diabetes mellitus gehören, können den Beginn und die Schwere der Parodontitis beeinflussen.

Schon seit den 1950er Jahren gibt es Studien über die Wechselwirkungen zwischen Parodontitis und Diabetes mellitus. Aufgrund sehr vieler Forschungsarbeiten konnte gezeigt werden, dass das Risiko für eine Parodontitis in Abhängigkeit von Diabetesdauer und Stoffwechsellage steigt. Das heißt im Klartext: leiden Sie unter einer schlecht eingestellten Diabetes, ist auch ihr Parodontitis-Risiko erhöht! Grund dafür ist der erhöhte Blutzuckerspiegel, der eine Reihe verschiedener Reaktionen im Körper auslöst.

Aber auch in der anderen Richtung beeinflussen sich die beiden Krankheiten. Das heißt, dass eine Parodontitis die Stoffwechsellage von Diabetikern beeinflussen kann. Es handelt sich also um eine wechselseitige Beeinflussung.
Vor allem, wenn Diabetiker unter chronischen parodontalen Infektionen leiden, kommt es zu einer Verstärkung der Insulinresistenz und damit zu einem vermehrten Blutzuckergehalt.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass Diabetes mellitus und Parodontitis sich gegenseitig beeinflussen: Diabetes mellitus kann die Entstehung und den Verlauf einer Parodontitis fördern, wohingegen eine Parodontitis die Blutzuckereinstellung bei Diabetes mellitus beeinflusst. Diabetiker, die ihren Blutzucker gut eingestellt haben, leiden jedoch nicht unter einem erhöhten Risiko für Parodontitis und sprechen genauso gut auf eine Parodontitisbehandlung an wie Nichtdiabetiker.

Ganz allgemein zeigen wissenschaftliche Untersuchungen, dass die Parodontitis ein Risikofaktor für die Entstehung von Herz- und Kreislauferkrankungen, Diabetes mellitus und Atemwegserkrankungen sein kann. Vor allem bei bereits vorgeschädigten Blutgefäßen verstärkt eine Parodontitis das Schlaganfallrisiko!
Aus diesem Grund sollten Sie die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen, denn Sie halten damit nicht nur Ihre Zähne gesund, sondern beugen auch ernstzunehmende Krankheiten vor.

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